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Narzissmus und Partnerschaft – kann das funktionieren?

20. Oktober 2017 – 13:22

Narzissmus in der Partnerschaft

Ein klein wenig Narzissmus steckt in jedem von uns – und das ist auch gut so. Schwierig wird es allerdings, wenn die Bedürfnisse und Wünsche einer Person in der Beziehung wichtiger werden, als die der anderen. Aber woran erkennt man einen Menschen mit narzisstischen Strukturen? Kann eine romantische Beziehung trotzdem gelingen? Und wenn ja wie? Wir haben die wichtigsten Erkennungsmerkmale und Beziehungstipps zusammengestellt.

Narzissmus – was ist das überhaupt?

Das Wort Narzissmus wird umgangssprachlich auch durch Selbstverliebtheit oder Selbstbewunderung ersetzt. Als Narzisst versteht man demnach jemanden, der in seinem Handeln und Denken stark auf sich selbst bezogen ist. Die Gefühle und Bedürfnisse anderer Menschen, auch des eigenen Partners, treten in den Hintergrund.

Ein wenig Narzisst steckt in jedem von uns

Dabei ist Narzissmus nicht immer gleich stark ausgeprägt. Im Gegenteil ist ein gesundes Maß an Narzissmus wichtig, denn immerhin sollte das eigene Leben so gestaltet werden, dass die eigenen Wünsche einen gewissen Stellenwert haben. Jemand, der ein gesundes Gefühl dafür hat, wo die eigenen Grenzen liegen, was man im Leben möchte und was nicht, ist demnach noch lange kein Narzisst. Schwierig wird es erst dann, wenn die narzisstischen Strukturen des Charakters in den Vordergrund treten und andere Menschen genutzt werden, um das eigene Selbstwertgefühl aufzubauen.

Woran erkenne ich einen Narzissten?

Genau bei dieser Frage fangen die Probleme an. Denn es ist keineswegs einfach, einen Narzissten direkt als solchen zu entlarven, denn die negativen Charaktereigenschaften werden meiste erst später sichtbar. Im Gegenteil wirken Narzissten im ersten Moment wie der perfekte Partner. Es ist typisch für Narzissten, ihren neuen Partner zu Beginn auf Händen zu tragen und mit Komplimenten zu überschütten. In der Fachsprache „Love Bombing“ genannt, wird dabei alles meist eine Spur zu dick aufgetragen. Der Spruch „zu schön um wahr zu sein“, trifft hier tatsächlich zu. Denn diese Anfangszeit legt den Grundbaustein für die folgenden Psychospiele, die Narzissten in ihrer Partnerschaft treiben.

Wenn das Blatt sich wendet

Nach der ersten Verliebtheitsphase färbt sich schnell alles von rosarot zu dunkelgrau. Narzissten brauchen die Bestätigung von außen, um sich gut zu fühlen. Das eigene Selbstwertgefühl wird dadurch aufpoliert, dass der Partner manipuliert und runtergemacht wird. Dabei werden oft ganz gezielt die Schwachstellen des Gegenübers angesprochen. Unsicherheiten, die dem Partner im Vertrauen anvertraut wurden, werden dann dafür genutzt um genau diesen klein zu halten. Ob das Gewicht oder berufliche Leistungen – die Kommentare und Beleidigungen von Narzissten zielen üblicherweise genau dorthin, wo es besonders weh tut. Aus Kleinigkeiten wird schnell ein Riesentheater, kleine Verfehlungen zur perfekten Grundlage um den Partner umfassend zu kritisieren.

Die Psychospiele eines Narzissten

Das Schwierige ist, dass man sich zu diesem Zeitpunkt schon in einer engen Beziehung befindet. Das bedeutet, dass mein sein Gegenüber liebt und auch eine andere Seite an ihm oder ihr kennt. Dementsprechend nehmen Partner von Narzissten die Anschuldigungen und Beleidigungen im ersten Moment ernst, fühlen sich mitunter sogar schuldig und machen es dem Partner so noch einfacher, weiterhin die Kontrolle zu behalten. Die Psychospiele können dabei perfide Ausmaße annehmen. Zu den klassischen Verhaltensweisen eines Narzissten gehören beispielsweise:

  • Der Narzisst schreibt seinem Partner dessen Gefühle vor. Ihm wird genau gesagt, was er denkt und fühlt, so als würde der Partner es selbst nicht wissen
  • Narzissten behaupten nachträglich, der Partner hätte etwas getan oder gesagt, was so nie stattgefunden hat
  • Dem Partner wird Schuld für Situationen gegeben, die er oder sie nicht beeinflussen konnte
  • Ganz normales Verhalten wird bemängelt und kritisiert
  • Andersherum werden Vorwürfe an den Narzissten von diesem kategorisch abgestritten
  • Der Narzisst selbst sieht sich als unfehlbar
  • Selbst Kleinigkeiten werden bemängelt, die keinerlei Grundlage für einen Streit bieten. Das Problem: diese Kleinigkeiten werden von dem Partner meist einfachhalber korrigiert um Ärger zu vermeiden
  • Geschenke und Gefallen, die der Narzisst vom Partner erhalten hat, werden im Nachhinein verleugnet.

Trennen oder zusammenbleiben?

Die Beziehung zu einem Narzissten ist von Auf und Abs gekennzeichnet und kann enorme Ausmaße annehmen. Je nachdem, wie stark ausgeprägt die narzisstischen Strukturen im Charakter sind, ist eine gesunde Beziehung zu einem Narzissten nur schwer möglich. Wichtig ist es von daher, auf die eigene körperliche und geistige Gesundheit zu achten und die Beziehung nur dann fortzuführen, wenn die persönlichen Bedürfnisse und Grenzen respektiert werden. Das Problem: Narzissten lassen sich nicht gerne kritisieren und nehmen Kritik in den meisten Fällen gar nicht an. Entwickelt sich die Beziehung zunehmend in eine Richtung, in der die Wünsche und Vorstellungen des Partners alles bestimmen, während man selbst in den Hintergrund gedrängt wird, sollte unbedingt ein Schlussstrich gezogen werden. Das ist für Betroffene aber oft gar nicht so einfach.

Schuld nicht bei sich selbst suchen

Narzissten suchen sich oft gezielt Partner aus, die selbst eher unsicher und leicht zu manipulieren sind. Dabei können auch geistig gesunde und stabile Menschen zum Opfer eines Narzissten werden. Das Wichtigste ist, dass die Schuld nicht bei einem selbst gesucht wird – auch wenn einem genau das vom Partner während der Dauer der Beziehung eingeredet wurde. Fällt der Schritt zu schwer, sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. Ein neutraler Blick von außen kann helfen, um die eigene Beziehung im richtigen Licht zu betrachten und Kraft für die Trennung zu sammeln.

Ist die Beziehung zu einem Narzissten zwangsläufig zum Scheitern verurteilt?
Letztendlich gilt in der Liebe, das jeder genau das tun sollte, was ihn oder sie glücklich macht. Insbesondere dann, wenn die narzisstischen Strukturen beim Partner nicht zu stark ausgeprägt sind, ist eine harmonische Beziehung trotzdem möglich. Wichtig ist hier, dass die eigenen Grenzen und Wünschen von Anfang an klar aufgezeigt und vom Partner auch akzeptiert werden. Selbst dann birgt die Beziehung zu einem Narzissten zahlreiche Auf und Abs und ist ein Wechselbad der Gefühle. Freunde und Familie können helfen, bei sich selbst zu bleiben und sich nicht zu sehr beeinflussen zu lassen. In den meisten Fällen wird die Beziehung zu einem Narzissten jedoch leider schnell zum Psychoterror. Zum Wohl der eigenen geistigen Gesundheit sollten Narzissten im besten Fall vermieden werden. Denn jeder von und verdient einen Partner auf Augenhöhe, der in der Lage ist, eine Beziehung voller Respekt und Liebe zu führen.

Weitere Infos zum Thema Narzissmus und Partnerschaft:

http://www.parship-info.ch/partnerschaft/narzissmus-und-partnerschaft/

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